Klaus Berger -
Übersetzungen von Segel- und Seefahrtsliteratur

 

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„Nachdem der Kutscher das Auto an der Füllstation mit Petroleum betankt hatte, drückte er das Beschleunigungspedal und bediente beim Schalten die Anhängerkupplung. Als es zu regnen begann, aktivierte er die Windschirmwischer. Dann trat er zum Bremsen auf das Lenkrad.“ –

Unvorstellbar, dass diese Beschreibung einer Autofahrt als „Übersetzung“ aus dem Englischen irgendwo gedruckt würde. Natürlich weiß fast jeder, wie man Auto fährt, und auch, dass petrol Benzin und accelerator Gaspedal heißt.

Ganz anders ist es bei Übersetzungen aus dem Segel- oder Seefahrtsbereich. Da werden ahnungslos und unbekümmert alle möglichen Schiffsteile durcheinander geworfen, mit nicht existierenden Worten („Hauptmast”) bezeichnet, Schlepper mit Fischkuttern und Yachtbau mit Yachtkonstruktion verwechselt, der 1. Offizier eines Schiffs (mate) zum „Maat“ degradiert. Da wird das Bord-WC (head) zum Vorschiff gemacht, das Petroleum zum Kerosin oder Paraffin, die Yawl zur Jolle oder das Ölzeug (Schlechtwetterzeug) zum „Allwetter-Werkzeugkasten“!

Ursache ist der verbreitete Irrtum, Texte über Themen außerhalb der Alltagserfahrung ließen sich ohne Kenntnisse des betreffenden Fachgebietes angemessen übersetzen. Das ist aber nur theoretisch möglich, denn es setzt neben großer Lernfähigkeit unbegrenzte Einarbeitungszeit voraus, die nie zur Verfügung steht.

Wörterbücher – selbst Fachwörterbücher – nützen da kaum etwas. Weder nehmen sie einem bei jib (das ist ein Vorsegel) die Wahl zwischen Fock und Klüver ab (richtet sich nach der Takelungsart des Bootes) noch helfen sie bei der Entscheidung, ob mit floor ein Fußboden oder eine Bodenwrange (Querverband des Schiffsrumpfes) gemeint ist. Sie verraten auch nicht, wann ein Schiffs- oder Bootsführer (skipper, captain, master, coxswain) Kapitän, Skipper, Schiffer, Fischer, Bootsführer, Steuermann, Kommandant oder Vormann genannt wird (abhängig von Art, Verwendungszweck und Größe des Fahrzeugs).
Ebenso wenig kann man durch einfaches Nachschlagen feststellen, wann chisel ein Meißel, wann ein Stechbeitel ist; dass carriage bolts nicht „Waggonbolzen“, sondern Schlossschrauben heißen, und dass trawls in England Schleppnetze sind, in manchen Gegenden Amerikas aber Langleinen, also etwas ganz anderes.
Wer so etwas weiß (oder herauszufinden weiß) wird sich auch nicht dadurch verwirren lassen, dass starboard zwar Steuerbord heißt, sailing on starboard tack aber das Segeln auf Backbordbug bedeutet (mit dem Wind von Steuerbord), und dass ceiling auf Schiffen nicht die Decke ist (wie in Häusern), sondern die Wegerung (Innenverkleidung der Bordwände).

Man kommt also nicht ohne Übersetzer mit gründlichen theoretischen und möglichst auch praktischen Kenntnissen des Themenbereichs aus. Das gilt keineswegs nur für reine Fachliteratur. Auch ein Krimi, der auf einer Segelyacht spielt oder eine historische Erzählung über eine Seereise, Expedition, Auswanderung o.ä. werden durch laienhaft falsche oder unverständliche Beschreibung der Vorgänge an Bord entwertet.

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Zur Person

Ich bin neben meinem Hauptberuf als Rechtsanwalt (seit 1976; Interessen- und Tätigkeitsschwerpunkte: Miet- und Pachtrecht, Schadensersatzrecht, Familienrecht, Sportbootrecht) und Notar (seit 1986) und meinem Hobby Segeln seit 1990 als Übersetzer von Segel- und Seefahrtsliteratur tätig. Besuchen Sie auch meine Kanzleihomepage: www.kanzlei-berger-kiel.de

Veröffentlichungen:

  • 1991 erschien im RKE-Verlag  Das Gaffelrigg  (überarbeitete Neuauflagen 2003 und 2007 im Palstek-Verlag).
  • Es folgten  Yacht Style  (1992 - Delius Klasing)
  • Expedition China  (1996 - Delius Klasing)
  • Rettung im Pazifik  (1997 - Delius Klasing)
  • Gnadenlose See  (1999 - Delius Klasing)
  • Tödlicher Sturm  (2000 - Delius Klasing)
  • Der Fahrtensegler  (2001 - Delius Klasing)
  • Praxis des Segelns  (2002 - Delius Klasing)
  • Totalverlust  (2004/2005 - Delius Klasing)
  • Sir Peter Blake  (2006 - Delius Klasing)
  • Allein mit dem Tod  (2009 - Delius Klasing)
  • Hafen der Angst  (2009 - Delius Klasing)
  • Gegen Sturm und Teufel  (2010 - Delius Klasing)
  • 2001 habe ich für den Verlag Rütten und Loening die Rohübersetzung von
    In weiter See korrigiert, überarbeitet und streckenweise neu übersetzt.
  • 2002 habe ich für den Alexander-Fest-Verlag das Buch Die Wache (eine Übersetzung von Maria Petersen aus dem Neugriechischen) hinsichtlich der Seefahrtsterminologie überarbeitet


Aktuelles:

a) Ein spannender Roman rund um ein stürmisches Sydney-Hobart-Rennen und das Buch eines bekannten britischen Hochseeseglers werden demnächst erscheinen.
b) Zur Zeit übersetze ich ein umfangreiches seglerisches Handbuch.

Daneben habe ich im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Zeitschriftenartikeln und andere Fachtexte übersetzt - auch Werbeprospekte, Gebrauchsanleitungen, Internetseiten über Yachtbau, Segel u.a. -, sowie eigene Artikel in deutschen und ausländischen Wassersportzeitschriften und Fachorganen veröffentlicht.




Erfahrungen und Kenntnisse, die mir (geboren 1948 in Kiel) beim Übersetzen zugute kommen:


Als Kind trieb ich mich am liebsten am Wasser (und bald auch auf dem Wasser) herum. In der Schule (Einschulung 1955, später neusprachliches Gymnasium bis zum Abitur 1967) interessierte ich mich besonders für Fremdsprachen.
1966 erster England-Aufenthalt. Mit 16 Jahren mein erstes eigenes Boot – ein Rettungsbootwrack, das ich selbst repariert und aufgetakelt habe. Mit den Jahren folgten dann bis heute nacheinander über ein Dutzend weiterer Boote, anfangs meist uralte Kähne, die ich repariert oder umgebaut habe.
1967/1968 Wehrdienst bei den Pionieren in Stade (später Kriegsdienstverweigerung), Jura-Studium in Kiel und Lausanne (dort auch Tätigkeit als Segellehrer und mein Schulfranzösisch verbessert).

Neben dem Studium und der anschließenden Referendarzeit habe ich u.a. als Bauarbeiter, Kraftfahrer und Beifahrer, Segellehrer, Lagerarbeiter und als Bootsbauhelfer auf einer Werft bei Kiel gearbeitet.

Dazu kamen selbstständige Tätigkeiten: Yachtüberführung, Bootsreparaturen, Malerarbeiten, Dachbodenausbau, Entwurf von Segelrissen und Spleiß- und Takelarbeiten sowie Begutachtung von Gebrauchtbooten.

Durch Reisen und Lektüre konnte ich mir Kenntnisse des Dänischen und Schwedischen aneignen.

In Nord- und Ostsee, im Mittelmeer, an der US-Ostküste und in der Irischen See bin ich auf etwa 50 eigenen und fremden Booten unterschiedlichster Art und Größe insgesamt gut 30.000 Seemeilen gesegelt; in den letzten Jahren wegen des Berufs (der Berufe) und der Familie nur noch wenig.

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Angebot


Neben vollständigen Übersetzungen aus dem Englischen (Themen: Segeln, Seefahrt, Bootsbau und verwandte Bereiche) biete ich auch die fachliche Durchsicht und Korrektur von Rohübersetzungen (auch aus anderen Sprachen) an, damit unnötige Fehler vermieden werden – denn: „Hast du Berger gefragt?“ ......... (Petersens Meerfahrt).

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Tarife


Honorare nach Einzelvereinbarung, abhängig vom Umfang und Schwierigkeitsgrad der Texte.

 

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Referenzen und andere Zitate

 

„Klaus, you know more about boats than I will ever be able to learn.“ – ein Bootseigner in Woods Hole, Connecticut, 1969

„Hier darf man dem Übersetzer Klaus Berger bescheinigen, dass ihm eine Übersetzung gelungen ist, die dem englischen Original hinsichtlich Terminologie und Fachkunde absolut gerecht wird.“ (Zeitschrift Alte Schiffe 5/1991 zu Das Gaffelrigg).

 

 

 

 

„... der den von Tony Farrington geschriebenen Text (Rettung im Pazifik) so brillant ins Deutsche übersetzt hat: Klaus Berger .....“ (Kieler Nachrichten - Kulturbeilage Herbst 1998).

„Was Berger sagt, ist uns Gesetz.“ (Petersens Meerfahrt von Gerrit Bekker, Verlag Die Hanse).

 

 

 

 

„Berger ist an sich unser Mann, wenn es darum geht, Holzboote zu schätzen. Anruf genügt, und Berger, der alles weiß vom Lateralplan und der Luvgierigkeit der Schiffe, turnt an Deck ...“ (Petersens Meerfahrt)

„...- die Übersetzerin Maria Petersen, die sich übrigens im Nautischen bewundernswert kundig gemacht hat, ...“ (Literaturbeilage der Zeit über Die Wache - Die Übersetzung von Maria Petersen aus dem Neugriechischen wurde hinsichtlich der Fachterminologie von mir korrigiert und überarbeitet.)

 

 

 

 

„ ..., dass die Übersetzung sehr gelungen ist, und wir mit diesem Titel alle hochzufrieden sein können.“ (Lektorat Delius Klasing, 10.09.2002 über Praxis des Segelns )




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Kontakt

 

Postanschrift:

Klaus Berger, Hermann-Boßdorf-Weg 10, 24159 Kiel

Tel.:

0431 / 393771  oder  0431 / 93842

Fax:

0431 / 978412

E-Mail:

kb.uebersetzer@web.de


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Stand: 17.05.2011