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„Nachdem
der Kutscher das Auto an der Füllstation mit Petroleum betankt hatte, drückte
er das Beschleunigungspedal und bediente beim Schalten die Anhängerkupplung.
Als es zu regnen begann, aktivierte er die Windschirmwischer. Dann trat er
zum Bremsen auf das Lenkrad.“ –
Unvorstellbar, dass diese Beschreibung
einer Autofahrt als „Übersetzung“ aus dem Englischen irgendwo
gedruckt würde. Natürlich weiß fast jeder, wie man Auto fährt, und auch, dass
petrol Benzin und accelerator Gaspedal heißt.
Ganz anders ist es bei Übersetzungen aus dem Segel- oder Seefahrtsbereich. Da
werden ahnungslos und unbekümmert alle möglichen Schiffsteile durcheinander
geworfen, mit nicht existierenden Worten („Hauptmast”)
bezeichnet, Schlepper mit Fischkuttern und Yachtbau mit Yachtkonstruktion
verwechselt, der 1. Offizier eines Schiffs (mate) zum „Maat“
degradiert. Da wird das Bord-WC (head) zum Vorschiff gemacht, das Petroleum
zum Kerosin oder Paraffin, die Yawl zur Jolle oder das Ölzeug
(Schlechtwetterzeug) zum „Allwetter-Werkzeugkasten“!
Ursache ist der verbreitete Irrtum, Texte über
Themen außerhalb der Alltagserfahrung ließen sich ohne Kenntnisse des
betreffenden Fachgebietes angemessen übersetzen. Das ist aber nur theoretisch
möglich, denn es setzt neben großer Lernfähigkeit unbegrenzte
Einarbeitungszeit voraus, die nie zur Verfügung steht.
Wörterbücher – selbst Fachwörterbücher – nützen da kaum etwas.
Weder nehmen sie einem bei jib (das ist ein Vorsegel) die Wahl
zwischen Fock und Klüver ab (richtet sich nach der Takelungsart des Bootes)
noch helfen sie bei der Entscheidung, ob mit floor ein Fußboden oder
eine Bodenwrange (Querverband des Schiffsrumpfes) gemeint ist. Sie verraten
auch nicht, wann ein Schiffs- oder Bootsführer (skipper, captain, master,
coxswain) Kapitän, Skipper, Schiffer, Fischer, Bootsführer, Steuermann,
Kommandant oder Vormann genannt wird (abhängig von Art, Verwendungszweck und
Größe des Fahrzeugs).
Ebenso wenig kann man durch einfaches Nachschlagen feststellen, wann chisel
ein Meißel, wann ein Stechbeitel ist; dass carriage bolts nicht
„Waggonbolzen“, sondern Schlossschrauben heißen, und dass trawls
in England Schleppnetze sind, in manchen Gegenden Amerikas aber Langleinen,
also etwas ganz anderes.
Wer so etwas weiß (oder herauszufinden weiß) wird sich auch nicht dadurch
verwirren lassen, dass starboard zwar Steuerbord heißt, sailing on
starboard tack aber das Segeln auf Backbordbug bedeutet (mit dem Wind von
Steuerbord), und dass ceiling auf Schiffen nicht die Decke ist (wie in
Häusern), sondern die Wegerung (Innenverkleidung der Bordwände).
Man kommt also nicht ohne Übersetzer mit gründlichen theoretischen und
möglichst auch praktischen Kenntnissen des Themenbereichs aus. Das gilt
keineswegs nur für reine Fachliteratur. Auch ein Krimi, der auf einer
Segelyacht spielt oder eine historische Erzählung über eine Seereise,
Expedition, Auswanderung o.ä. werden durch laienhaft falsche oder
unverständliche Beschreibung der Vorgänge an Bord entwertet.
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Zur Person
Ich bin neben meinem
Hauptberuf als Rechtsanwalt (seit 1976; Interessen- und Tätigkeitsschwerpunkte:
Miet- und Pachtrecht, Schadensersatzrecht, Familienrecht, Sportbootrecht) und
Notar (seit 1986) und meinem Hobby Segeln seit 1990 als Übersetzer von Segel-
und Seefahrtsliteratur tätig. Besuchen Sie auch meine Kanzleihomepage: www.kanzlei-berger-kiel.de
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Veröffentlichungen:
- 1991 erschien im
RKE-Verlag Das Gaffelrigg (überarbeitete
Neuauflagen 2003 und 2007 im Palstek-Verlag).
- Es folgten Yacht
Style (1992 - Delius Klasing)
- Expedition
China (1996 - Delius Klasing)
- Rettung im
Pazifik (1997 - Delius Klasing)
- Gnadenlose See
(1999 - Delius Klasing)
- Tödlicher Sturm
(2000 - Delius Klasing)
- Der
Fahrtensegler (2001 - Delius Klasing)
- Praxis des
Segelns (2002 - Delius Klasing)
- Totalverlust
(2004/2005 - Delius Klasing)
- Sir Peter Blake
(2006 - Delius Klasing)
- Allein mit dem
Tod (2009 - Delius Klasing)
- Hafen der Angst
(2009 - Delius Klasing)
- Gegen Sturm und
Teufel (2010 - Delius Klasing)
- 2001 habe ich für
den Verlag Rütten und Loening die Rohübersetzung von
In weiter See korrigiert, überarbeitet und streckenweise neu
übersetzt.
- 2002 habe ich für
den Alexander-Fest-Verlag das Buch Die Wache (eine
Übersetzung von Maria Petersen aus dem Neugriechischen) hinsichtlich
der Seefahrtsterminologie überarbeitet
Aktuelles:
a) Ein spannender Roman rund um ein stürmisches Sydney-Hobart-Rennen und
das Buch eines bekannten britischen Hochseeseglers werden demnächst
erscheinen.
b) Zur Zeit übersetze ich ein umfangreiches seglerisches Handbuch.
Daneben habe ich im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von
Zeitschriftenartikeln und andere Fachtexte übersetzt - auch Werbeprospekte,
Gebrauchsanleitungen, Internetseiten über Yachtbau, Segel u.a. -,
sowie eigene Artikel in deutschen und ausländischen Wassersportzeitschriften
und Fachorganen veröffentlicht.
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Erfahrungen und Kenntnisse, die mir (geboren 1948 in Kiel) beim Übersetzen
zugute kommen:
Als Kind trieb ich mich am liebsten am Wasser (und bald auch auf dem Wasser)
herum. In der Schule (Einschulung 1955, später neusprachliches Gymnasium bis
zum Abitur 1967) interessierte ich mich besonders für Fremdsprachen.
1966 erster England-Aufenthalt. Mit 16 Jahren mein erstes eigenes Boot
– ein Rettungsbootwrack, das ich selbst repariert und aufgetakelt habe.
Mit den Jahren folgten dann bis heute nacheinander über ein Dutzend weiterer
Boote, anfangs meist uralte Kähne, die ich repariert oder umgebaut habe.
1967/1968 Wehrdienst bei den Pionieren in Stade (später
Kriegsdienstverweigerung), Jura-Studium in Kiel und Lausanne (dort auch
Tätigkeit als Segellehrer und mein Schulfranzösisch verbessert).
Neben dem Studium und der anschließenden Referendarzeit habe ich u.a. als
Bauarbeiter, Kraftfahrer und Beifahrer, Segellehrer, Lagerarbeiter und als
Bootsbauhelfer auf einer Werft bei Kiel gearbeitet.
Dazu kamen selbstständige Tätigkeiten: Yachtüberführung, Bootsreparaturen,
Malerarbeiten, Dachbodenausbau, Entwurf von Segelrissen und Spleiß- und
Takelarbeiten sowie Begutachtung von Gebrauchtbooten.
Durch Reisen und Lektüre konnte ich mir Kenntnisse des Dänischen und
Schwedischen aneignen.
In Nord- und Ostsee, im Mittelmeer, an der US-Ostküste und in der Irischen
See bin ich auf etwa 50 eigenen und fremden Booten unterschiedlichster Art
und Größe insgesamt gut 30.000 Seemeilen gesegelt; in den letzten Jahren
wegen des Berufs (der Berufe) und der Familie nur noch wenig.
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Angebot
Neben vollständigen Übersetzungen aus dem
Englischen (Themen: Segeln, Seefahrt, Bootsbau und verwandte Bereiche) biete
ich auch die fachliche Durchsicht und Korrektur von Rohübersetzungen (auch
aus anderen Sprachen) an, damit unnötige Fehler vermieden werden –
denn: „Hast du Berger gefragt?“ ......... (Petersens Meerfahrt).
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Tarife
Honorare nach Einzelvereinbarung, abhängig vom Umfang
und Schwierigkeitsgrad der Texte.
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Referenzen und andere Zitate
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„Klaus, you know more about boats than I will ever
be able to learn.“ – ein Bootseigner in Woods Hole,
Connecticut, 1969
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„Hier darf man dem Übersetzer Klaus Berger
bescheinigen, dass ihm eine Übersetzung gelungen ist, die dem englischen
Original hinsichtlich Terminologie und Fachkunde absolut gerecht
wird.“ (Zeitschrift Alte Schiffe 5/1991 zu Das Gaffelrigg).
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„... der den von Tony Farrington geschriebenen
Text (Rettung im Pazifik) so brillant ins Deutsche übersetzt hat:
Klaus Berger .....“ (Kieler Nachrichten - Kulturbeilage Herbst 1998).
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„Was Berger sagt, ist uns Gesetz.“ (Petersens
Meerfahrt von Gerrit Bekker, Verlag Die Hanse).
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„Berger ist an sich unser Mann, wenn es darum
geht, Holzboote zu schätzen. Anruf genügt, und Berger, der alles weiß vom
Lateralplan und der Luvgierigkeit der Schiffe, turnt an Deck ...“ (Petersens
Meerfahrt)
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„...- die Übersetzerin Maria Petersen, die sich
übrigens im Nautischen bewundernswert kundig gemacht hat, ...“
(Literaturbeilage der Zeit über Die Wache - Die Übersetzung von
Maria Petersen aus dem Neugriechischen wurde hinsichtlich der
Fachterminologie von mir korrigiert und überarbeitet.)
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„ ..., dass die Übersetzung sehr gelungen ist, und
wir mit diesem Titel alle hochzufrieden sein können.“ (Lektorat
Delius Klasing, 10.09.2002 über Praxis des Segelns )
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